Ratgeber "Steckbecken, Bettpfannen"

Ein Steckbecken ist ein flaches Gefäß, das meist mit einem Tragegriff ausgestattet ist. Es nimmt die Stuhl- und Urinausscheidungen einer im Bett liegenden Person auf. Zum Abdecken des Steckbeckens während des Transports wird ein passender Deckel mitgeliefert. Zur Nutzung der Bettpfanne wird eine Hilfsperson benötigt. Um das Steckbecken unter das Gesäß zu bringen, hebt und senkt (wenn möglich) die pflegebedürftige Person ihr Becken oder sie wird seitlich vor- und zurück gedreht. Bei Männern ist aufgrund der anatomischen Gegebenheiten die zusätzliche Nutzung einer Urinflasche notwendig.

Hilfsmittelbeispiele

Zur Illustration der im Ratgeber "Hilfsmittel für die häusliche Pflege" beschriebenen Gegenstände verwendet Barrierefrei Leben e.V. neben eigenen Fotos Bildmaterialien von Dritten (z.B. Vereinen, Verbänden, Herstellern und Händlern). Die Darstellung und Nennung von Produkten und Herstellern dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Empfehlung dar. Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Barrierefrei Leben e.V. verkauft keine Produkte!

Ein Steckbecken kann bei zeitweiliger oder dauerhafter Bettlägerigkeit sowie in der Nacht bei sturzgefährdeten Personen verwendet werden.

  • Material: Sie bestehen meist aus desinfizierbarem Kunststoff oder Edelstahl.
  • Formen: Es werden unterschiedliche Formen angeboten, z. B. rund oder anatomisch geformt sowie mit unterschiedlich großen Auflageflächen.
  • Auslaufsicherheit: Teilweise sind die Bettpfannen durch ein Doppelkammersystem auslaufsicher.
  • Kippsicher: Die Systeme können aufgrund ihrer Bauweise nicht seitlich kippen.
  • Mit Spritzschutz: Die meisten Systeme haben keinen Spritzschutz, bei Männern muss zusätzlich eine Urinflasche benutzt werden. Es gibt aber auch ein System, in dem ein Spitzschutz eingebaut ist.
  • Eine Hilfsperson ist fast immer für die Nutzung notwendig.
  • Der zusätzliche Einsatz einer Bettschutzeinlage ist zu empfehlen.
  • Steckbecken aus Edelstahl sind leicht zu reinigen und langlebig. Das Material ist jedoch kalt und die kleine Auflagefläche (Rand) ist bei langer Anwendung unbequem, gegebenenfalls kann es auch zu Druckstellen (Dekubitus) führen.

Das Produkt ist im Pflegehilfsmittelverzeichnis aufgeführt und kann daher über die Pflegekasse beschafft werden, wenn ein Pflegegrad vorliegt. Ein Rezept ist bei Pflegehilfsmitteln grundsätzlich nicht erforderlich, es ist jedoch ratsam, dennoch die Notwendigkeit durch einen Arzt begründen zu lassen.

Wenn Sie privat versichert sind: Bei Vorliegen einer ärztlichen Verordnung (Privatrezept) können die Kosten für das Hilfsmittel von der Privaten Krankenkasse (PKV) erstattet werden, wenn dies im Versicherungsvertrag vereinbart wurde. Bitte fragen Sie vorher gegebenenfalls bei Ihrer Privaten Krankenkasse nach. Die Kostenerstattung für Pflegehilfsmittel erfolgt wie bei der gesetzlichen Pflegekasse.