Ratgeber "Arthritis-Gehstützen"

Arthritis-Gehstützen werden eingesetzt, wenn der Nutzer sich nicht mit den Händen und /oder Handgelenken abstützen kann. Die Abstützung erfolgt über die Unterarme.

Es handelt sich um Gehstützen, an denen eine gepolsterte Schale angebracht ist. Auf dieser Schale wird der Unterarm mittels Klettverschlüssen (oder ähnlichem) befestigt. Der Ellenbogen ist dabei etwa 90 Grad abgewinkelt. Ein Handgriff am vorderen Ende der Auflageschale dient der Führung der Gehstütze und kann winkelig verstellt werden. Die Gehstütze ist am unteren Ende mit einer Gummikapsel / einem Gummistopper versehen. Diese Produkte sind durch einen Federmechanismus oder durch Schrauben auf die gewünschte Körperlänge einstellbar.

Hilfsmittelbeispiele

Zur Illustration der im Ratgeber "Hilfsmittel für die häusliche Pflege" beschriebenen Gegenstände verwendet Barrierefrei Leben e.V. neben eigenen Fotos Bildmaterialien von Dritten (z.B. Vereinen, Verbänden, Herstellern und Händlern). Die Darstellung und Nennung von Produkten und Herstellern dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Empfehlung dar. Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Barrierefrei Leben e.V. verkauft keine Produkte!

Für Personen mit einer erheblichen Gehbehinderung, die eine Teil- bzw. Vollentlastung eines oder beider Beine benötigen und keine andere Gehhilfe benutzen können. Z.B nach Unfällen, Operationen oder orthopädischer Erkrankungen und Beschwerden in den Händen und/oder Handgelenken.

  • Für unterschiedliches Benutzergewicht (je nach Modell bis140 kg möglich)
  • Material: meist aus Leichtmetall, z.B. Alu
  • Armschalen: unterschiedliche Polsterung und Form, teilweise winkelverstellbar
  • Handgriffe: unterschiedliche Formen, in der Länge einstellbar, teilweise ist auch der Winkel zum Armhalter und die Neigung einstellbar

Die Einstellung der Arthritis-Gehstützen und eine Gangschulung sollten über eine/n Physiotherapeuten/in erfolgen.

Wenn Sie gesetzlich versichert sind: Einige Gehstützen (Produktgruppe Gehhilfe) sind im Hilfsmittelverzeichnis der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aufgeführt. Liegt ein Rezept von einem Arzt vor, kann das Hilfsmittel von der Krankenkasse finanziert werden.

Wenn Sie privat versichert sind: Bei Vorliegen einer ärztlichen Verordnung (Privatrezept) können die Kosten für das Hilfsmittel von der Privaten Krankenkasse (PKV) erstattet werden, wenn dies im Versicherungsvertrag vereinbart wurde. Bitte fragen Sie vorher gegebenenfalls bei Ihrer Privaten Krankenkasse nach. Die Kostenerstattung für Pflegehilfsmittel erfolgt wie bei der gesetzlichen Pflegekasse.