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Ratgeber "Umlager- und Wendehilfen"

Wende- / und Umlagerhilfen unterstützen eine möglichst schonende, scherkräftearme Umlagerung des Menschen im Bett. Sie können sowohl die Selbständigkeit als auch die Pflege anderer unterstützen.

Die Hilfen sind aus gleitfähigem, textilem Material hergestellt. Sie werden unter den ganzen Körper oder unter einen Teilbereich des Körpers gelegt, um ein schonendes und leichtes Bewegen zu ermöglichen. Durch die Verringerung der Reibung gleitet bzw. rutscht der Nutzer auf / mit dem Material. Da das Material meist nicht atmungsaktiv ist, müssen die Hilfen nach dem Bewegen wieder aus dem Bett entfernt werden.

Hilfsmittelbeispiele

  • Gleittuch Banana Versal für Pflege- und Krankenbetten

    Gleittücher ermöglichen ein rücken- und schulterschonendes Arbeiten. Pflegebedürftige Personen können damit in alle Richtungen (vertikal, horizontal und diagonal) bewegt werden.

    © KREIENBAUM Neoscience
  • Ein Transfertuch mit Haltegriffen ermöglicht einen kontrollierten und sicheren Patiententransfer.

    © KREIENBAUM Neoscience
  • Ausrollbare Unterlage "Rollboard" für den Patiententransfer

    Flexibles Rollboard – Ausrollbare Unterlage für den Patiententransfer

    © KREIENBAUM Neoscience
  • Eine gefaltete, zweischichtige Gleitauflage aus Nylon reduziert den Reibungswiderstand beim Umlagern im Bett oder beim Transfer.

    Eine gefaltete, zweischichtige Gleitauflage aus Nylon reduziert den Reibungswiderstand beim Umlagern im Bett oder beim Transfer.

    © Etac
  • Matratze mit Gleitlaken für den Transfer und die Positionierung im Bett

    Stecklaken für den Transfer und die Positionierung im Bett. Das Laken hat in der Mitte einen niedrigen Reibungswiderstand. Dies erleichtert Querbewegungen von Seite zu Seite. Pflegebedürftige sind dadurch in der Lage sich selbstständig zu drehen, wenn genügend Kraft aufgebracht werden kann. Wenn die pflegebedürftigte Person nicht über genügend Eigenmobilität verfügt, kann ihn eine pflegende Person dabei unterstützen.

    © Etac
  • Transfer- und Positionierungshilfe im Bett

    Das Kissen ist mit einem Kissenbezug mit einer Satin Unterseite bezogen. Es kann genutzt werden um sich im Bett hoch oder runter zu bewegen. Des Weiteren erleichtert es Pflegekräften einen Benutzer mit reduzierter Mobilität im Bett zu bewegen.

    © Etac
  • Praktische Einwegauflage in perforierter Rollenform mit praktischen Gleiteigenschaften.

    © KREIENBAUM Neoscience
  • 2 Pflegekräfte, männlich und weiblich, stehen auf je einer Bettseite und lagern einen Patienten mit einem Gurt um, der seitliche Griffe hat.

    Anwendung einer Umlagerhilfe

    © Etac
  • Blaues Gleittuch, auf einer Skizze wird ein Patient auf einem Gleittuch im Bett zum Kopfende gezogen

    Gleittuch

    © Petermann
  • Eine Gleitmatte mit Griffen, zu sehen ist auch die glatte Unterseite und eine Skizze, auf der ein Patient mit Hilfe der Matte zum Kopfende gezogen wird

    Gleitmatte

    © Petermann
  • Drehlaken mit Haltegriffen und glatter Unterseite

    Drehlaken

    © Petermann
  • Ein Wendelaken mit glatter Unterseite auf einer Matratze

    Wendelaken

    © Petermann
  • Abbildung Hebetuch mit je 4 seitlichen Griffen und je 2 an den kurzen Seiten. Auf einer Skizze stehen vier Helfer neben dem Bett und heben geemeinsam einen schweren Patienten an.

    Stabiles Hebetuch, auch für übergewichtige Patienten

    © Petermann

Zur Illustration der im Ratgeber "Hilfsmittel für die häusliche Pflege" beschriebenen Gegenstände verwendet Barrierefrei Leben e.V. neben eigenen Fotos Bildmaterialien von Dritten (z.B. Vereinen, Verbänden, Herstellern und Händlern). Die Darstellung und Nennung von Produkten und Herstellern dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Empfehlung dar. Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Barrierefrei Leben e.V. verkauft keine Produkte!

Für Menschen, die sich nicht oder nur schwer selbständig im Bett bewegen können und schon einen Dekubitus (Druckgeschwür) haben bzw. stark gefährdet sind. Verstärkt wird das Risiko unter anderem durch dauerndes / überwiegendes Liegen, Mobilitätseinschränkungen, fehlender Empfindung von Druckschmerz, Inkontinenz, Untergewicht usw.

Material:

  • sehr dünnes Nylonmaterial, es gibt zwei Ausführungen:

    a) Nylonmaterial: auf beiden Seiten glatt
    b) Nylonmaterial: auf der Innenseite glatt und auf der Außenseite rutschhemmend
  • wattiert mit einer Baumwoll-Außenseite und einer gleitfähigen glatten Nylon-Innenseite
  • Satin in Kombination mit Baumwolle


Größe / Form:

  • Handschuhe aus Nylonmaterial, um unter schwere Körperteile zu gelangen und diese gleitend zu bewegen (z.B. um bei der Seitenlagerung unter das Gesäß zu gelangen).
  • Endlosschlauch aus Nylonmaterial mit und ohne Wattierung (Maße: von 40 x 40 cm bis komplette Bettgröße), um Wegstrecken im Bett schonend zu überwinden.
  • Offenes (großes) Tuch, das doppelt unter die zu bewegenden Körperpartien gelegt wird.


Satin-Baumwollmaterial-Wendehilfen gibt es in einer Vielzahl von Varianten. Sie können im Bett verbleiben.

  • Bei genügend Restmobilität wird die Wendehilfe nur einlagig genutzt, um den Seitenlagewechsel zu unterstützen. Erhältlich für 1/3, 2/3 oder die gesamte Matratzenlänge. Der innere Bereich des Lakens ist aus Satin gefertigt und die Ränder aus Baumwolle. Der Satinbereich ist so gewebt, dass ein Gleiten von rechts nach links erleichtert wird, jedoch nicht rauf und runter.
  • Wenn kaum Restmobilität vorhanden ist und eine Hilfsperson den Lagewechsel im Bett durchführt, kann ein dafür bestimmtes zweites Laken aufgelegt werden. Dieses besteht auf der Unterseite aus Satin und erhöht so die Gleitfähigkeit. Je nach Modell kann es nun lediglich recht-links oder in alle Richtungen (4-Wege-Gleitsystem) genutzt werden.

  • Die Auswahl des richtigen Systems ist abhängig von den noch vorhandenen Fähigkeiten des Pflegebedürftigen und der evtuellen Hilfsperson sowie des gewünschten Transfers.
  • Diese Hilfen sind auch bei Rückenschmerzen, Schwangerschaft und nach Operationen hilfreich, wenn das Bewegen schwerfällt bzw. Schmerzen verursacht.

Wenn Sie gesetzlich versichert sind: Einige Umlagerhilfen (Produktgruppen Mobilität / Ganzkörper / Umsetz- und Hebehilfen) sind im Hilfsmittelverzeichnis der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aufgeführt. Liegt ein Rezept von einem Arzt vor, kann das Hilfsmittel von der Krankenkasse finanziert werden.

Wenn Sie privat versichert sind: Bei Vorliegen einer ärztlichen Verordnung (Privatrezept) können die Kosten für das Hilfsmittel von der Privaten Krankenkasse (PKV) erstattet werden, wenn dies im Versicherungsvertrag vereinbart wurde. Bitte fragen Sie vorher gegebenenfalls bei Ihrer Privaten Krankenkasse nach. Die Kostenerstattung für Pflegehilfsmittel erfolgt wie bei der gesetzlichen Pflegekasse.