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Ratgeber "Zimmer-Rollatoren"

Ein Zimmer-Rollator wird ausschließlich in der Wohnung genutzt. Er ist meist mit kleinen, bremsbaren Rädern ausgestattet, schmal gebaut und in einem wohnlichen Design (teilweise Holz) gestaltet. Somit ist er schmaler und wendiger als Rollatoren, die auch im Außenbereich genutzt werden können. Außerdem verfügt das Hilfsmittel meist über Abstell- und Transportmöglichkeiten und ähnelt dadurch einem Servierwagen.

Hilfsmittelbeispiele

  • Innenrollator mit Tablett

    Flexibler Innenrollator mit Tablett

    © Volaris Deutschland

Zur Illustration der im Ratgeber "Hilfsmittel für die häusliche Pflege" beschriebenen Gegenstände verwendet Barrierefrei Leben e.V. neben eigenen Fotos Bildmaterialien von Dritten (z.B. Vereinen, Verbänden, Herstellern und Händlern). Die Darstellung und Nennung von Produkten und Herstellern dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Empfehlung dar. Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Barrierefrei Leben e.V. verkauft keine Produkte!

Für Personen, die Unterstützung beim Gehen benötigen, z.B. bei Bewegungseinschränkungen, Schmerzen oder bei mangelnder Muskelkraft im Hüft- / Beinbereich, aufgrund einer verringerten Belastbarkeit.

  • Material: Stahlrohr, Alu oder auch Holz
  • Gewicht: unterschiedlich
  • Größe: Variiert je nach Modell
  • Mit und ohne Sitzmöglichkeit
  • Räder: unterschiedliche Größen
  • Bremsen: Die Rollatoren sind meist mit einem Bowdenzug-System, teilweise aber auch mit zwei Feststellbremsen an den Rädern ausgestattet.
  • Es gibt ein Modell, dass auch Trippelrollstuhl einsetzbar ist.
  • Unterschiedliche Abstell- und Transportmöglichkeiten: Tablett, Schublade, Korb
  • Handgriffe: verschiedene Formen (z.B. anatomisch oder rund), auch mit Quergriff (Schiebebügel) erhältlich
  • Klappmechanismus: Diese Rollatoren gibt es in faltbaren und nichtfaltbaren Ausführungen.

  • Höheneinstellung der Schiebegriffe: Die Schiebegriffe sollten bei aufrechter Körperhaltung und locker hängenden Armen auf Handgelenkshöhe eingestellt werden.
  • Zimmerrollatoren bieten meist aufgrund der schmalen Bauweise nicht so viel Sicherheit. Außerdem können durch die kleinen Räder höhere Teppichkanten oder Türschwellen schlechter überwunden werden.

Wenn Sie gesetzlich versichert sind: Einige Zimmerrollatoren (Produktgruppe Gehhilfe) sind im Hilfsmittelverzeichnis der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aufgeführt. Liegt ein Rezept von einem Arzt vor, kann das Hilfsmittel von der Krankenkasse finanziert werden.

Hinweis: Von den Krankenkassen wird nur ein festgelegter Betrag für die Bereitstellung eines Standard-Rollators übernommen. Sind die Modelle teurer, muss der Differenzbetrag privat getragen werden. Eine Doppelversorgung (ein Rollator für den Innenbereich und einer für den Außenbereich) wird meistens nicht übernommen.

Wenn Sie privat versichert sind: Bei Vorliegen einer ärztlichen Verordnung (Privatrezept) können die Kosten für das Hilfsmittel von der Privaten Krankenkasse (PKV) erstattet werden, wenn dies im Versicherungsvertrag vereinbart wurde. Bitte fragen Sie vorher gegebenenfalls bei Ihrer Privaten Krankenkasse nach. Die Kostenerstattung für Pflegehilfsmittel erfolgt wie bei der gesetzlichen Pflegekasse.