Tipps zur Vorgehensweise bei Maßnahmen zur Wohnungsanpassung, barrierefrei (Um-) Bauen

Eine Person mit Gehstock steht vor zwei Treppenstufen im Eingangsbereich.
Beispiel: Die Wohnsituation muss an die körperlichen Fähigkeiten angepasst werden.


Damit Maßnahmen zur Wohnungsanpassung,  altersgerechtes Umbauen und barrierefreies Bauen zum gewünschten Ergebnis führen, sollten Sie auf Folgendes achten:

  • Berücksichtigung derzeitiger und zukünftiger Bedarfe bei der Planung, wie z.B. die Nutzung von Mobilitätshilfen (Gehhilfe/Rollator, Rollstuhl, etc.) 
  • Berücksichtigung der DIN-Normen und Vorschriften bei der Planung von barrierefreien Baumaßnahmen
  • Berücksichtigung von für Ihre Situation geeigneten barrierefreien Produkten
  • Gegebenenfalls Nachfrage beim Bauamt, ob eine Baugenehmigung erforderlich ist (z.B. für die Montage eines Treppenliftes in einem öffentlich zugänglichen Treppenhaus)
  • Bei Mietwohnungen muss die Zustimmung des Vermieters vorliegen (eventuelle Forderungen nach Rückbau in den alten Zustand vor Baubeginn klären)
  • Mindestens zwei Kostenvoranschläge einholen
  • Antragstellung auf Zuschüsse und Fördermittel vor Baubeginn
  • Wichtig: Kein Baubeginn vor Antragsgenehmigung!

Mit einer barrierefreien Wohnungsanpassung können Sie viele Zwecke erreichen:

Planungsentwurf in 3D
  • Wohnkomfort erhöhen - Gefahrenquellen beseitigen
    Sie wollen Zuhause mehr Komfort haben und zugleich Unfälle vermeiden. Wir haben für Sie Tipps und Lösungshinweise bereitgestellt. Lesen Sie, wie Alltagsverrichtungen in Ihrer Wohnung leichter und bequemer möglich sein können. Prüfen Sie, wo in der Wohnung Rutsch- und Sturzgefahren vorhanden sind.
  • Selbständig zu Hause wohnen mit körperlichen Einschränkungen
    Die Grundvoraussetzung dafür lautet: Das Haus, die Wohnung und die Wohnräume sollten stufen- und schwellenlos erreichbar sein. Wichtig ist weiterhin, dass die Türen breit genug sind, um sie auch mit Stockstützen oder einem Gehwagen bequem passieren zu können. In allen Räumen, insbesondere in Bad und Küche sind ausreichende Bewegungsflächen erforderlich. Mit entsprechenden Anpassungs- und Umbaumaßnahmen kann so manche "normale Wohnung" barrierefrei nutzbar gemacht werden. Damit ist auch für das Wohnen im Alter vorgesorgt.
  • Rollstuhlgerecht Wohnen
    Dazu gibt es vielfältige Voraussetzungen. Die Räume sowie Balkon oder Terrasse müssen mit dem Rollstuhl befahrbar sein und vorgeschriebene Bewegungsflächen aufweisen. Das Bad sollte mit einem rollstuhlbefahrbaren Duschplatz, einem unterfahrbarem Waschbecken und den Bedürfnissen angepassten Haltegriffen ausgestattet sein. In der Küche sind beispielsweise Herd, Arbeitsplatte und Spüle unterfahrbar zu gestalten.

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