Ratgeber "Behindertengerechte Messer"

Es gibt eine Auswahl an Messern, die die krankheitsbedingten Schwierigkeiten ausgleichen. Oft sind die Messer Bestandteil einer „Besteckserie“ (siehe behinderungsgerechtes Besteck).

Hilfsmittelbeispiel

Messer mit ergonomisch geformten Handgriff aus griffig strukturiertem Material Thomashilfen

Zur Illustration der im Ratgeber "Hilfsmittel für die häusliche Pflege" beschriebenen Gegenstände verwendet Barrierefrei Leben e.V. neben eigenen Fotos Bildmaterialien von Dritten (z.B. Vereinen, Verbänden, Herstellern und Händlern). Die Darstellung und Nennung von Produkten und Herstellern dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Empfehlung dar. Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Barrierefrei Leben e.V. verkauft keine Produkte!

Behinderungsgerechte Messer eignen sich für Personen mit Bewegungseinschränkungen der Finger, des Handgelenkes und/oder des Ellenbogens. Bei Kraftlosigkeit, Schmerzen und/oder Zittern der Hände/der Arme und bei Empfindungsstörungen der Finger.

  • Griff-Durchmesser: Der Griff des Messers kann verschiedene Durchmesser aufweisen. So gibt es Modelle mit sehr dünnem, aber auch Modelle mit sehr dickem Griff.
  • Griffform: Auch die Formen der Griffe variieren. Es gibt Besteck mit Griffmulden, ergonomisch geformte, glatte sowie geriffelte Griffe und vieles mehr.
  • Griffmaterial: Die Griffe sind aus verschiedenen Materialien (Kunststoff, Metall, Gummi, Moosgummi) hergestellt und sind deshalb auch unterschiedlich schwer. Manche Griffe sind zudem mit rutschhemmendem Material überzogen.
  • Es gibt Messer, deren Griff im Winkel von 90 Grad zur Klinge angebracht ist. Durch diese spezielle Griffstellung kann das Messer gelenkschonend gehalten und gut geführt werden.
  • Außerdem gibt es Varianten, deren Klinge leicht gebogen und deren Griff im 90 Grad Winkel angebracht ist. Durch diese spezielle Griffstellung kann das Messer gelenkschonend gehalten und gut nach unten gedrückt werden. Zum Zerteilen der Nahrung wird die Klinge, wie bei einem Wiegemesser, hin und her bewegt.
  • Bei der Nahrungsaufnahme sollte immer eine aufrechte Sitzhaltung eingenommen werden. Eine passende Sitzgelegenheit (kein Bett) und ein genügend großer Tisch sind unbedingt notwendig.
  • Der Hilfsmittelnutzer muss über eine gewisse Geschicklichkeit verfügen, weshalb der Hilfsmitteleinsatz geübt werden sollte. Falls der Nutzer nicht in der Lage ist, selbständig zu üben, kann auch eine Ergotherapeutin ein ärztlich verordnetes Selbsthilfetraining durchführen.
Thomashilfen

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