Ratgeber "Checkliste Hauseingang"

Zuwegung und Hauseingang in eine Wohnanlage
Wichtig: Gute Beleuchtung, keine Stolperfallen, Witterungsschutz, eine gut wahrnehmbare Haustürklingel.

Der Hauseingang sollte komfortabel, sicher und in allen Lebenssituationen nutzbar sein.

Prüfen Sie, welche Maßnahmen erforderlich und machbar sind:

  • Der Gehweg zum Hauseingang sollte fest und sicher gebaut, gut beleuchtet und ausreichend breit  sein. Stufen und Treppen sollten mit Handläufen gesichert oder durch Rampen ersetzt werden.
  • Eine Überdachung des Eingangsbereichs bietet Wind- und Wetterschutz (z.B. Glas- oder Holzvordach).
  • Für die Dämmerung und Dunkelheit ist eine gut zu erkennende blendfreie Hausnummer- und Haustürbeleuchtung wichtig. Eine Sicherheit schaffende Lösung kann z.B. aus einer nach unten scheinenden Haustürlampe in Verbindung mit einem Bewegungsmelder mit Dämmerungsautomatik bestehen.
  • Der Bodenbelag im Eingangsbereich sollte rutschfest sein. Bei Nässe rutschig werdende Platten und Fliesen können gegen Beläge mit Rutschhemmklasse (ab mindestens R9) ausgetauscht oder mit  Anti-Rutsch-Streifen beklebt werden. Sicherheit ist auch durch eine rutschhemmende Oberflächenbehandlung des Belags erreichbar.
  • Wenn Fußmatten oder Fußabstreifgitter überstehen, sollten diese niveaugleich in den Boden eingelassen werden, um Stolpergefahren zu vermeiden.
  • Bei Nutzung eines Rollators oder eines Rollstuhls sollte ein witterungsgeschützter Platz zum Abstellen vorhanden sein. (siehe Stellplatz Rollator/Rollstuhl).
  • Wenn die Haustürklingel nicht in allen Räumen zu hören ist, sollte diese mit einem gut wahrnehmbaren Zweiton-Gong ausgestattet werden. Die Klingelsignale können mit Sendern mehr als 100 m weit weitergeleitet und mit kleinen Geräten empfangen werden. Bei Schwerhörigkeit eignen sich Lichtsignalanlagen (z.B. Tischblitzlampe).
  • Ein gut und trocken erreichbarer Brief- und Zeitungskasten ist für alle eine kleine Bereicherung im Alltag. Einfach abmontieren und versetzt wieder anschrauben.
  • Für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen sollte der Eingangsbereich kontrastreich gestaltet (z.B. helle Wand/dunkle Türzarge) und ausreichend beleuchtet sein.

Weitere Anforderungen bei Neubau/Modernisierung:

  • Der Hauseingangsbereich sollte, wenn möglich, stufen- und schwellenlos geplant werden.
  • Der Hauptweg zum Haus sollte eine Breite von mindestens 120 cm, besser 150 cm aufweisen. Andere Wege auf dem Grundstück sollten mindestens 120 cm breit sein. Der Hauptweg zum Hauseingang und die Wege zur Garage und zum Müllsammelbehälter sollten auch bei ungünstiger Witterung gefahrlos befahrbar sein. Das Längsgefälle sollte 3 % und das Quergefälle 2 % nicht übersteigen.

Lösungsbeispiele