Förderprogramme der KfW-Förderbank - Öffentliche Mittel für Ihr Zuhause


Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert den altersgerechten Umbau von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Miet- und Eigentumswohnungen mit dem Zuschuss 455-B oder alternativ dem Kredit 159.

Altersgerecht Umbauen – KfW Investitionszuschuss 455-B zur Barrierereduzierung und mehr Wohnkomfort

Grafik KfW

Der Zuschuss aus Mitteln des Bundes dient der Förderung von baulichen Maßnahmen in Wohngebäuden, mit denen Barrieren im Wohnungsbestand reduziert und die Sicherheit erhöht werden. Davon profitieren alle Altersgruppen: Es ermöglicht älteren Menschen einen möglichst langen Verbleib in der gewohnten Umgebung, kommt behinderten oder in ihrer Mobilität eingeschränkten Menschen oder Familien mit Kindern zugute.

Das Wichtigste in Kürze

  • bis 6.250 Euro Zuschuss je Wohnung für Maßnahmen zur Barrierereduzierung
  • für alle, die Ihr Eigenheim umbauen oder umgebauten Wohnraum kaufen
  • Zuschuss im KfW-Zuschussportal beantragen und anschließend mit den Arbeiten starten

Was bezuschusst die KfW?

1. Wege zu Gebäuden und Wohn­umfeld­maßnahmen

  • Wege zu Gebäuden, Garagen, Sitz- und Spielplätzen sowie zu Entsorgungs­einrichtungen
  • Umbau und Schaffung von alters­gerechten Kfz-Stell­plätzen sowie deren Über­dachung
  • Umbau und Schaffung oder Über­dachung von Abstell­plätzen für Kinder­wagen, Rollatoren/Rollstühle und Fahrräder
  • sonstige Wohn­umfeld­maßnahmen in bestehenden Gebäuden ab 3 Wohn­einheiten

 

2. Eingangs­bereich und Wohnungs­zugang

  • Abbau von Barrieren im Haus­eingangs­bereich und bei Wohnungs­zugängen
  • Schaffung von mehr Bewegungs­fläche
  • Wetter­schutz­maßnahmen wie Über­dachungen, Windfänge

 

3. Überwindung von Treppen und Stufen

  • Einbau, Nach­rüstung oder Verbesserung von Aufzugs­anlagen
  • Treppenlifte, Hebe- oder Plattform­lifte
  • barriere­reduzierende Um­gestaltung von Treppen­anlagen
  • Rampen zur Über­windung von Barrieren

 

4. Umgestaltung der Raum­aufteilung und Schwellen­abbau

  • Änderung des Raum­zuschnitts von Wohn- und Schlaf­räumen, Fluren oder Küchen
  • Verbreiterung von Tür­durch­gängen mit Einbau neuer Innen­türen
  • Schwellenabbau
  • Erschließung oder Schaffung von Terrassen, Loggien oder Balkonen

 

5. Bad­umbau

  • Änderung der Raum­aufteilung des Bades
  • Schaffung boden­gleicher Dusch­plätze einschließlich Dusch­(-klapp)sitze
  • Modernisierung von Sanitär­objekten (WC, Bidets, Wasch­becken und Bade­wannen einschließlich mobiler Lift­systeme)

 

6. Orientierung, Kommunikation und Unterstützung im Alltag

  • Einbau oder Erweiterung von baugebundenen Altersgerechten Assistenz­systemen (z. B. für Bedienungs- und Antriebs­systeme für Türen, Rollläden, Fenster, Tür­kommunikation, Beleuchtung, Heizung- und Klima­technik)
  • Einbau oder Erweiterung von Mess-, Steuerungs- und Regelungs­technik
  • Einbau oder Erweiterung von bau­gebundenen Not-, Ruf- und Unter­stützungs­systeme (z. B. Panik­schalter, Geräte­abschaltung, Sturz- und Bewegungs­melder, intelligente Tür­schlösser)
  • Modernisierung von Bedien­elementen
  • Einbau von Stütz- und Halte­systemen einschließlich Maß­nahmen zur Nach­rüstung
  • Maßnahmen zur Verbesserung der Orientierung und Kommunikation (z. B. Beleuchtung, Gegen­sprech- oder Briefkasten­anlagen, Einbau von Hand­läufen, Nachrüstung von automatischen Tür-, Tor-und Fenster­antrieben sowie Roll­läden)

 

7. Schaffung von Gemein­schafts­räumen, Mehr­generationen­wohnen

  • Umgestaltung von bestehenden Flächen zu Gemein­schafts­räumen oder Schaffung von Gemeinschafts­räumen

 

Alle Einzel­maßnahmen können kombiniert werden und müssen den technischen Mindest­anforderungenentsprechen. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Merk­blatt und der Anlage zum Merk­blatt "Technische Mindest­anforderungen und förder­fähige Maßnahmen".

Die KfW fördert barrierearme Umbaumaßnahmen in Wohnungen und Wohn­gebäuden, mit denen Sie den Standard Altersgerechtes Haus erreichen.

In einem altersgerechten Haus oder einer altersgerechten Wohnung müssen Zugang, Wohn- und Schlafzimmer, Küche und Bad barrierereduziert sein und bestimmte Bedienelemente vorhanden sein.

Auch der barrierearme Umbau von beheizten Nicht-Wohnflächen (zum Beispiel Gewerbeflächen) zu Wohnflächen ist förderbar.

Beim Ersterwerb von barrierearm modernisiertem Wohnraum können die Kosten der barrierereduzierenden Umbau­maßnahmen gefördert werden, wenn diese im Kauf­vertrag gesondert ausgewiesen sind.

Altersgerecht Umbauen mit dem KfW-Förderkredit 159

Das Kredit-Förderprogramm 159 dient der zinsgünstigen, langfristigen Finanzierung von Maßnahmen, mit denen Barrieren im Wohnungsbestand reduziert sowie der Wohnkomfort und die Sicherheit erhöht werden. Davon profitieren alle Altersgruppen: Es ermöglicht älteren Menschen einen möglichst langen Verbleib in der gewohnten Umgebung, kommt behinderten oder in ihrer Mobilität eingeschränkten Menschen oder Familien mit Kindern zugute. Zusätzlich ermöglicht es den Schutz vor Wohnungseinbruch.

Das Wichtigste in Kürze

  • ab 0,75 % effektiver Jahreszins
  • bis 50.000 Euro Kredit je Wohnung, unabhängig von Ihrem Alter
  • für alle, die barrierereduzierend und einbruchsichernd umbauen oder umgebauten Wohnraum kaufen

Diese Förderung kommt Ihnen als Eigentümer oder Vermieter zugute. Auch als Mieter können Sie mit Zustimmung Ihres Vermieters umbauen und die Fördermittel nutzen.

Beantragt werden diese Kredite bei den Banken oder Sparkassen bzw. der eigenen Hausbank vor Ort, die Kreditvergabe erfolgt über die KfW-Bank.

Eine Kombination zwischen dem Investitionszuschuss Förderprogramm Nr. 455-B und der Kreditvariante des Förderprogramms Nr. 159 ist leider nicht möglich.

Nähere Informationen dazu bekommen Sie telefo­nisch im Infocenter der KfW unter: 0800 539 9002 (kostenfrei).