Tipps "Schlafzimmer"
Im Schlafzimmer sind ausreichende Bewegungsflächen und ein angemessenes Bett sowie eine gute Beleuchtung ausschlaggebend, damit der Raum bequem und sicher zum Schlafen sowie zum An- und Auskleiden genutzt werden kann.
Überlegen Sie, welche der nachstehenden Maßnahmen für Ihr Schlafzimmer geeignet sein könnten:
- Wenn das Bett als niedrig empfunden wird, sollte die Höhe angepasst werden. Die richtige Höhe - Matratze in Sitzhöhe - erleichtert das Aufstehen und Hinlegen. Die Betterhöhung kann auf unterschiedliche Weise vorgenommen werden. Die einfachste Möglichkeit sind Erhöhungsblöcke für das Bett. Wenn individuelle Verlängerungen der Bettpfosten erfolgen, sollten diese fachgerecht durch einen Tischler/Schreiner vorgenommen werden. Mehr Komfort bieten elektrisch verstellbare Einlegerahmen mit Lattenrost (Bett-im-Bett System) oder ein elektrisch höhenverstellbares Aufstehbett.
- Hilfreich kann eine Bügelstütze zum Aufstützen oder eine Bettaufrichthilfe wie z.B. eine Bügelstütze oder ein Bettgalgen sein.
- Komfort ermöglicht ein Lattenrost, der - neben der Höhenverstellung - auch elektrisch verstellbare Kopf- und Fußteile hat.
- Neben dem Bett sollten in angenehmer Griffnähe Ablageflächen z.B. für den Wecker, ein Buch, die Brille und das Telefon sein.
- Eine körpergerechte Matratze ist insbesondere bei körperlichen Einschränkungen eine gute Investition in die Gesundheit.
- Wenn zwischen Bett und Schränken keine ausreichenden Bewegungsflächen vorhanden sind, sollte Platz geschaffen werden. Eine Möglichkeit kann eine Ummöblierung sein. Falls dies nicht machbar ist, sind Schränke mit Schiebetüren eine gute Lösung. Fragen Sie Ihren Tischler/Schreiner, ob er einen Umbau vornehmen kann.
- Wenn die Kleider und die Wäsche in den Schränken schwer erreichbar sind, können die Kleiderstange und einige Einlegeböden niedriger angebracht werden.
- Das Schlafzimmer sollte ausreichend beleuchtet sein. Der Lichtschalter oder eine Nachttischlampe sollten vom Bett aus gut erreichbar sein. Für den, der nachts zwischendurch Licht benötigt, sollte ein Dimmer verwendet werden, damit sich durch zu helles Licht das Wiedereinschlafen nicht zu sehr in die Länge zieht. Für den nächtlichen Toilettengang kann der Weg vom Schlafzimmer zum WC mit kleinen Steckdosenleuchten oder anderen Lichtorientierungssystemen sicherer gemacht werden.
- Empfehlenswert ist des Weiteren die Installation eines zweiten Telefonanschlusses neben dem Bett oder ein schnurloses Zweitgerät.
Das Bett, die Schränke und das Fenster sollten leicht zugänglich sein. Dafür sollten ausreichende Bewegungsflächen geschaffen werden.
- Als barrierefrei bzw. seniorengerecht entsprechend der DIN 18025 (Teil 2) gilt ein Schlafzimmer, wenn folgende Bewegungsflächen vorhanden sind. Vor Schränken und vor Betten (Querseite) je 90 cm, vor der Längsseite eines Bettes 120 cm und vor der anderen Bettlängsseite 90 cm.
- Rollstuhlnutzer benötigen eine Bewegungsfläche von mindestens 150 cm in der Breite und 150 cm in der Tiefe an der Längsseite des Bettes und vor Schränken, damit der Rollstuhl im Raum gewendet werden kann. Vor mindestens einem Fenster sollte ausreichend Bewegungsfläche vorhanden sein, damit das Fenster mit dem Rollstuhl erreichbar ist. Die Höhe der Fensterbrüstung sollte den Blick nach draußen ermöglichen.
- Bei Bedarf sollte das Bett so angeordnet werden, dass es von drei Seiten zugänglich ist.

Beispiele für Selbstständigkeit, Komfort und Mobilität



Personenrufsystem (Sender mit Halsband, Fußmatte mit Alarmsender)



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