Barrierefrei Leben e.V.

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Montage von Handläufen für die Haustreppe.
Nachrüstung der Badewanne mit einem Winkelhaltegriff und einem Einhebelmischer.
Einbau einer bodengleichen Dusche mit Haltegriffsystem und Klappsitz.
Für den barrierefreien Zugang zum Balkon wurde eine Rampe montiert. Der Boden des Balkons wurde an die Höhe der Türschwelle angeglichen.

Tipps "Barrierefreie Küche"

Die Grundvoraussetzung für die barrierefreie Nutzung der Küche sind ausreichende Bewegungsflächen: Ein Drehen und Wenden mit Gehhilfen oder Rollstühlen muss möglich sein, damit die Einrichtungen senkrecht angefahren werden können. Die Bewegungsflächen vor Kücheneinrichtungen sollten daher mindestens 120 cm x 120 (Rollstuhl 150 cm x 150 cm) betragen.

Für ältere Menschen, Gehbehinderte und für Menschen mit anderen Behinderungen sollte eine barrierefreie Küche folgende Ausstattung haben:

  • Die Arbeitsplatte, der Herd und die Spüle sollten nebeneinander liegen und die Arbeitshöhe an den Benutzer angepasst sein. Ein Freiraum für die Beine sollte vorhanden sein.
  • Der Abwasserabfluss für die Spüle sollte mit einem Unterputz- oder Flachaufputzsiphon erfolgen.

Für Rollstuhlnutzer ist eine Küche barrierefrei nutzbar, wenn folgende Ausstattungsmerkmale erfüllt sind:  

  • Die Arbeitsplatte, die Spüle und die – vom Backofen getrennten - Herdplatten müssen uneingeschränkt unterfahrbar und mit einem Auffahrschutz versehen sein. Die Arbeitsplatte, der Herd und die Spüle sollten übereck angebracht sein.
  • Für die Spüle ist ein Unterputz- oder Flachaufputzsiphon erforderlich.
  • Die Arbeitshöhe soll sich an den Nutzer ausrichten. Richtwerte für die Höhe von Arbeitsplatte, Spüle und Herdplatten ist eine Arbeitshöhe von 82 cm und eine Beinfreiheit in 67 cm (Kniehöhe). Wenn selbst gekocht wird, sollte man im Sitzen in die auf den Herdplatten stehenden Töpfe sehen können. Gegebenfalls kann auch eine elektrisch höhenverstellbare Arbeitsplatte eingebaut werden, diese muss dann mit einem Quetsch- und Scherschutz versehen werden. 
  • Als Armatur für die Spüle sollte eine Einhebel-Mischbatterie mit Temperaturbegrenzer eingebaut werden.  

  • Backofen, Mikrowelle, Kühlschrank und Geschirrspülmaschine sollten auf der Höhe, die dem persönlichen Zugriffsbereich entspricht, angebracht werden. Als Richtwert gilt der Bereich von 40 cm bis 140 cm.  

  • Die Küchengeräte, das Geschirr und das Besteck sollten so eingeplant werden, dass möglichst kurze Wege entstehen und nach Möglichkeit alle benötigten Dinge vom Rollstuhl aus erreichbar sind.  

Je nach Situation können zusätzliche Ausstattungen die selbstständige Durchführung der Küchenarbeit ermöglichen. Dies können sein:

  • Ein Handlauf für die Arbeitsfläche, den Herd und die Spüle.  

  • Elektrische Höhenverstellung der Oberschränke. Angeboten werden auch Küchen bei denen sich die Oberschränke elektromotorisch herunter und nach vorne fahren lassen. Erhältlich sind kostengünstigere stationäre, d.h. manuell verstellbare Systeme, hier lassen sich die Oberschränke in unterschiedlichen Höhen einhängen.  

  • Unterschränke können in Form von Rollcontainern verwendet werden, d.h. die Unterschränke können unter die Arbeitsplatte verstaut bzw. entfernt werden. Diese Anordnung erlaubt ein Maximum an Unterfahrbarkeit und Stauraumnutzung.  

  • Der Bodenbelag sollte rutschhemmend, rollstuhlgeeignet und leicht zu reinigen sein. Elektrostatische Aufladungen dürfen nicht entstehen.


Lösungsbeispiele

Vorher: Klassische Einbauküche

Vorher: Klassische Einbauküche
Nachher: Einbau einer barrierefreien Küche mit unterfahrerbaren Arbeitsplatten und Herdplatten, erhöhten Backofen und Kühlschrank

Nachher: Einbau einer barrierefreien Küche

Vorher: Klassische Einbauküche

Vorher
Nachher: Einbau einer barrierefreien Küche mit unterfahrerbaren Arbeitsplatten und Herdplatten, erhöhten Backofen und Kühlschrank

Nachher

Der Herdplattenbereich ist unterfahrbar. Der Backofen hat eine bedienleichte Höhe.

Oben: Der Herdplattenbereich ist unterfahrbar. Der Backofen hat eine bedienleichte Höhe. Rechts: Bewegen im Rollstuhl mit E-Zusatzantrieb.
Nutzung der Küche mit unterfahrbarer Arbeitsplatte und Rollstuhl mit E-Zusatzantrieb.

Die Armatur für die Spüle ist bedienleicht an der Frontplatte angebracht.

Die Armatur für die Spüle ist bedienleicht an der Frontplatte angebracht.

Produktinformationen und Kontaktdaten von Herstellern und Händlern

In unseren Produktschauen, in denen Partner aus Industrie und Handel Anzeigenseiten geschaltet haben, finden Sie weiterführende Informationen über Produkte und Beschaffungsmöglichkeiten.


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Die Erstellung des Ratgebers "Tipps und Lösungen für das selbstständige und barrierefreie Wohnen zu Hause"
wurde von der Lotterie GlücksSpirale und der Stiftung VdK Hamburg gefördert.

Lotterie GlücksSpirale
VdK Stiftung Hamburg